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Grauwal

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Grauwale kommen nur noch im Pazifik vor und auch dort gibt es lediglich zwei [[Population]]en. Die größere von beiden wandert vom Golf von Alaska (Sommer) entlang der Westküste Nordamerikas bis zur Baja California vor Mexiko (Winter). Die kleinere Population, mit nur noch 100 bis 200 Individuen im Bestand stark gefährdet, wandert entlang der asiatischen Küste zwischen dem Japanischen Meer und der südwestlichen Beringsee. Bei der größeren Population ist eine langsame Erholung zu verzeichnen. Die letzte im Atlantik lebende Population wurde vermutlich im 17. Jahrhundert ausgerottet.
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Grauwale kommen nur noch im Pazifik vor und auch dort gibt es lediglich zwei [[Population]]en. Die größere von beiden wandert vom Golf von Alaska (Sommer) entlang der Westküste Nordamerikas bis zur Baja California vor Mexiko (Winter). Die kleinere Population, mit nur noch 100 bis 200 Individuen im Bestand stark gefährdet, wandert entlang der asiatischen Küste zwischen dem Japanischen Meer und der südwestlichen Beringsee. Bei der größeren Population ist eine langsame Erholung zu verzeichnen.
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Die letzte im Atlantik lebende Population wurde vermutlich im 17. Jahrhundert ausgerottet.
  
 
== Benennung ==
 
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Version vom 14. Januar 2008, 12:35 Uhr

Systematik: WaleBartenwaleGrauwaleGrauwal

Grauwal
Grauwal (Eschrichtius robustus)
Daten
Größe: 12 – 14 Meter
Gewicht: 15 – 35 Tonnen
Nahrung: Kleinkrebse, Würmer, Weichtiere, kleinere Schwarmfische
Vorkommen: Pazifik
Bestand: gefährdet

Der Grauwal (Eschrichtius robustus) ist ein bis zu 14 Meter langer Bartenwal. Er ist der einzige Vertreter der Familie der Grauwale und kommt heute nur noch im Nordpazifik vor.

Aussehen

Sie sind grau, wobei die Haut mit deutlichen, helleren Flecken besetzt ist. Grauwale besitzten keine Finne, haben aber im letzten Körperdrittel entlang der Rückenlinie einen Buckelkamm. Die Kehle ist meist von zwei, seltener auch von drei bis sieben Furchen durchzogen.

Vorkommen

Grauwale kommen nur noch im Pazifik vor und auch dort gibt es lediglich zwei Populationen. Die größere von beiden wandert vom Golf von Alaska (Sommer) entlang der Westküste Nordamerikas bis zur Baja California vor Mexiko (Winter). Die kleinere Population, mit nur noch 100 bis 200 Individuen im Bestand stark gefährdet, wandert entlang der asiatischen Küste zwischen dem Japanischen Meer und der südwestlichen Beringsee. Bei der größeren Population ist eine langsame Erholung zu verzeichnen.

Die letzte im Atlantik lebende Population wurde vermutlich im 17. Jahrhundert ausgerottet.

Benennung

  • Deutscher Name: Grauwal
  • Wissenschaftliche Namen: Eschrichtius robustus, Eschrichtius gibbosus
  • Englische Namen: gray whale, California gray whale, devilfish, mussel-digger, scrag whale, grey whale, California grey whale

Im Deutschen ist Grauwal der einzige Name für diese Art. Der wissenschaftliche Name Eschrichtius gibbosus wurde von Hall anstelle von E. robustus verwendet, hat aber keine Gültigkeit. Im Englischen ist die Bezeichnung gray whale zu bevorzugen. California gray whale gilt nur für die Population an der Westküste Nordamerikas. Alle weiteren angegebenen Namen werden eher umgangssprachlich verwendet. Der Name devilfish soll dem Wal von frühen Walfängern gegeben worden sein, welche von Walkühen attackiert wurden, die ihre Jungen verteidigten. Devilfish wird heute aber auch für Manta (Manta birostris) und Tintenfisch (Cephalopoden) verwendet. Auch die britische Schreibweise (grey whale) ist möglich, die vor allem in Kanada genutzt wird, doch ist die US-amerikanische Schreibweise (gray whale) häufiger und von der IWC als einzige Schreibweise angegeben, obwohl von der Organisation im Allgemeinen die britische Schreibweise bevorzugt wird.