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Furchenwale

Aus Wale.info

Version vom 27. Oktober 2007, 01:13 Uhr von Mario (Diskussion | Beiträge)
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Die Familie der Furchenwale (Balaenopteridae) teilt sich in zwei Unterfamilien: Balaenopterinae und Megapterinae. Zur Unterfamilie Balaenopterinae gehört eine Gattung, Balaenoptera, mit sechs Arten, dem Nördlichen Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata), Südlichen Zwergwal (Balaenoptera bonarensis), dem Seiwal (Balaenoptera borealis), dem Brydewal (Balaenoptera edeni), dem Blauwal (Balaenoptera musculus) und dem Finnwal (Balaenoptera physalus). Die Unterfamilie Megapterinae besteht aus einer Gattung, Megaptera, mit einer Art, dem Buckelwal (Megaptera novaeangliae).

Merkmale der Furchenwale

Furchenwal.png
  1. Kammlinie
  2. kleine Finne
  3. langer, schlanker Körper
  4. Furchen
  5. spitz zulaufender Kopf


Mit Ausnahme der Buckelwale haben Furchenwale einen sehr schlanken Körper, ihr Kopf läuft spitz zu. Vor dem Blasloch befindet sich eine Kammlinie oder Leiste, auch Längskante genannt (beim Brydewal sind es drei Leisten).

Der Name Furchenwale bezieht sich auf die Längsfurchen an der Kehle, die eine Rolle bei der Nahrungsaufnahme spielen. Die Barten sind im Vergleich zu denen der Glattwale recht kurz, was ebenfalls mit der Art der Ernährung zusammenhängt. Furchenwale schwimmen mit geöffnetem Maul durch das nährstoffhaltige Wasser, wobei sich beim Einströmen des Wassers die Furchen ausdehnen und so große Mengen Nahrung mit dem Wasser aufgenommen werden können. Wenn der Wal sein Maul schließt, um das Wasser wieder herauszupressen, bleibt die Nahrung in den Barten hängen und wird hinuntergeschluckt. Diese Art Filtertechnik nennt man Schluckfiltrieren.

Die meisten Furchenwale legen jedes Jahr weite Strecken zurück. Im Sommer halten sie sich in kälteren Gewässern auf, den Futtergründen. Im Herbst ziehen sie in wärmere Gewässer, den Paarungsgründen, wo sie sich fortpflanzen und ein Jahr später ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen.

Als Nahrungs- und Rohstoffquelle wurden Furchenwale erst mit der Industrialisierung des Walfangs interessant. Als schnelle Schwimmer, die tiefe Gewässer bevorzugen, waren sie für die ersten Walfänger zu schwer zu jagen. Erst der drastische Rückgang der Glattwalbestände und der Einsatz schnellerer Schiffe zur Waljagd führten dazu, dass man auch diesen Walen verstärkt nachstellte und einige Arten beinahe ausrottete.