Logo
Wale und Delfine
Startseite
Allgemeine Infos
Systematik
Entwicklung
Galerie
Walbeobachtung
Richtlinien
Anbieter
Artenschutz
Sonstiges
Sprachliche Aspekte
Literatur
Walquartett

Sprachliche Aspekte

Aus Wale.info

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Körperteile)
(Arten)
Zeile 23: Zeile 23:
 
== Arten ==
 
== Arten ==
  
* Warum Schweinswal und nicht Tümmler?
+
=== Warum Schweinswal und nicht Tümmler? ===
* Warum Atlantischer Nordkaper und nicht einfach nur Glattwal?
+
 
* Warum ist der Hafenschweinswal kein harbour porpoise?
+
In den meisten Quellen ist diese Art im Deutschen zwar nur mit der Bezeichnung Schweinswal angegeben, um Missverständnisse zu vermeiden, verwenden und empfehlen wir jedoch G[[ewöhnlicher Schweinswal]] als Vorzugsbenennung, da Schweinswal gleichzeitig die Familie (Phocoenidae) und die Gattung ''(Phocoena)'' beschreibt und ggf. sogar als Synonym für die anderen Arten der Familie verwendet wird. Die Bezeichnung Gemeiner Schweinswal tritt relativ selten auf. Saufisch, Seevarken, Schweinfisch, Schweinefisch, Schweinsfisch, Springer, Tummler und Tummelschwein sind veraltete Benennungen.
* Warum Hubbs-Schnabelwal und nicht Hubb-Schnabelwal?
+
 
* Ist porpoise nun ein Schweinswal oder Delfin?
+
Die zusätzlichen wissenschaftlichen Namen sind auf unterschiedliche Beschreibungen der Art zurückzuführen, gelten heute aber nicht mehr.
 +
 
 +
Zu beachten ist, dass harbour porpoise (obwohl naheliegend) nicht mit Hafenschweinswal übersetzt werden darf, weil dieser Name im Deutschen nur synonym für den [[Kalifornischen Schweinswal]] und den [[Weißflankenschweinswal]] verwendet wird.
 +
 
 +
Warum nun aber Schweinswal und nicht Tümmler? Zu diesem Thema hat sich der deutsche Biologe Gerhard Schulze in seinem Buch „Die Schweinswale“<ref>G. Schulze: Die Schweinswale. Die neue Brehm-Bücherei 583. Ziemsen, Wittenberg 1987, Westarp, Magdeburg 1996. (2. erw. Aufl., detaillierte Monografie). ISBN 3-7403-0048-5</ref> ausführlich geäußert:
 +
 
 +
:Manche dieser Bezeichnungen lassen Namensverwechslungen entstehen. Schon oft wurde der Schweinswal mit dem Großen Tümmler ''(Tursiops truncatus)'', der meist nur als Tümmler bezeichnet wird, verwechselt. Braunfisch werden gelegentlich auch der Heaviside-Delfin ''(Cephalorhynchus heavisidei)'', der Rundkopfdelfin ''(Grampus griseus)'' und der Schwertwal ''(Orcinus orca)'' genannt. Die irreführende Endsilbe „fisch“ ist ganz unangenehm, denn die Bezeichnung Fisch hat einen Bedeutungswandel erfahren und sollte deshalb vermieden werden. Der Name Meerschwein hat sogar schon zu Verwechslungen mit dem Meerschweinchen ''(Cavia porcellus)'' geführt. Deshalb sollte der alte und in vielen Sprachen gebräuchliche Name Schweinswal Vorrang genießen. Er leitet sich z.T. von den mittelalterlichen Bezeichnungen Porcus piscus, Porcus marinus und Maris sus ab.
 +
 
 +
 
 +
=== Warum Atlantischer Nordkaper und nicht einfach nur Glattwal? ===
 +
 
 +
Je nach Alter der Quelle und Meinung des Wissenschaftlers werden unterschiedliche Namen zu finden sein. Bei einer Unterteilung in drei Arten sollten die Benennungen Atlantischer Nordkaper, Pazifischer Nordkaper und Südkaper oder Nördlicher Atlantischer Glattwal, Nördlicher Pazifischer Glattwal und Südlicher Glattwal verwendet werden. Im Englischen dementsprechend North Atlantic right whale, North Pacific right whale und southern right whale. Werden nur zwei Arten unterschieden, sind die Benennungen Nördlicher und Südlicher Glattwal bzw. Nordkaper und Südkaper zu verwenden, im Englischen northern right whale und southern right whale. Wird Eubalaena nur mit einer Art angegeben, reicht es, als Namen Glattwal zu verwenden. Die Bezeichnungen Nordkapwal und Nordwal treten weitaus seltener auf. Biskayerwal oder englisch Byscayan right whale ist inzwischen veraltet, da diese Population durch den Walfang ausgerottet wurde.
 +
 
 +
Der Gebrauch der Benennungen Glattwale und right whales birgt einige Tücken, da damit sowohl die gesamte Familie der Glattwale gemeint sein kann, als auch die Gesamtheit der Gattung Eubalaena. Die Ausdrücke Glattwale und righte whales sollten daher nur als Synonyme nach vorheriger konkreter Benennung der Art verwentet werden. In folgenden Kurzmeldungen ist lediglich die allgemeine Bezeichnung zu finden, obwohl hier (bewusst oder unbewusst) drei Arten der Gattung Eubalaena unterschieden werden. So heißt es in den NDR4-Nachrichten vom 28. Juli 2001:
 +
 
 +
:Die Rettungsversuche für einen Glattwal vor der kanadischen Küste haben einen Rückschlag erlitten. Das Tier, in dessen Kiefer sich eine dicke Plastikleine gebohrt hat, schwamm nach Behördenangaben von den Küstengewässern aufs offene Meer hinaus. Die Leine hat eine schwere Infektion ausgelöst, an der der Meeressäuger ohne Hilfe vermutlich sterben wird. Weltweit gibt es nur noch etwa 300 Glattwale.
 +
 
 +
Ähnliches ist in der Online-Ausgabe der US-Zeitung Daily Hampshire Gazette vom 16. Juli 2001 zu lesen:
 +
 
 +
:After failing in their fifth effort to sedate a right whale entangled in nylon marine line, rescuers say they are still not ready to just give up and let it die. … The whale is one of just 300 right whales left in existence.
 +
 
 +
In beiden Texten ist vom Atlantischen Nordkaper die Rede, was diesen Meldungen aber nur mit entsprechender Fachkenntnis zu entnehmen ist. Durch die Verwendung der Ausdrücke Glattwale bzw. right whales würde man hier wahrscheinlich eher annehmen, dass es sich bei den 300 Exemplaren um die Gesamtheit der Gattung Eubalaena handelt, wenn nicht gar um die ganze Familie der Glattwale. In beiden Fällen wäre aber eine Individuenzahl von 300 zu gering, diese Zahl bezieht sich einzig auf den Atlantischen Nordkaper.
 +
 
 +
 
 +
=== Warum ist der Hafenschweinswal kein harbour porpoise? ===
 +
 
 +
Die im Deutschen und Englischen angegebenen Benennungen sind alle üblich und korrekt. Es ist aber zu beachten, dass Hafenschweinswal nicht mit harbour porpoise übersetzt wird, da diese englische Bezeichnung nur für den [[Gewöhnlichen Schweinswal]] ''(Phocoena phocoena)'' gilt.
 +
 
 +
 
 +
=== Warum Hubbs-Schnabelwal und nicht Hubb-Schnabelwal? ===
 +
 
 +
Da dieser Wal nach Carl Hubbs benannt ist, lautet die richtige deutsche Bezeichnung Hubbs-Schnabelwal, in der Literatur ist die Art jedoch meist unter dem Namen Hubb-Schnabelwal angegeben. Das „s“ wurde hier vermutlich als Genitiv-s angesehen und deshalb fälschlicherweise weggelassen.
 +
 
 +
 
 +
=== Ist porpoise nun ein Schweinswal oder Delfin? ===
 +
 
 +
Im Englischen wird „porpoise“ umgangssprachlich oft auch noch synonym zu „dolphin“ verwendet. Daher ist beim Übertragen ins Deutsche immer ein wenig Vorsicht geboten. In einigen Fällen lässt sich die richtige Übersetzung aber deutlich aus dem Kontext erkennen. Der häufig zu findende Ausdruck „jumping porpoises“ wird sich z.B. kaum auf die Schweinswale beziehen, sondern ist meist mit „springende Delfine“ zu übersetzen. Ganz besonders, wenn es sich um große Schulen handelt, die neben einem Boot schwimmen - spektakuläre Sprünge, der Zusammenschluss zu großen Schulen und die Begleitung von Booten sind nicht gerade typisch für die recht scheuen Schweinswale.
 +
 
 +
Im Deutschen ist anstelle von Schweinswalen teilweise von Tümmlern oder Braunfischen die Rede, was allerdings zu Verwechslungen mit anderen Tieren führen könnte.
  
 
== Sonstige sprachliche Aspekte ==
 
== Sonstige sprachliche Aspekte ==

Version vom 27. Oktober 2007, 17:46 Uhr

Atlantischer Nordkaper, Nordatlantischer Glattwal, Nördlicher Glattwal oder einfach nur Glattwal - was ist denn nun richtig? Das herauszufinden ist manchmal gar nicht so leicht. Oft gibt es für eine Walart nämlich mehrere Bezeichnungen, von denen einige aufgrund bestimmter Erkenntnisse oder Einflüsse plötzlich ungültig werden. Andere Namen sind wiederum nur in bestimmten Regionen bekannt. Da Wale in Nord- und Ostsee eher seltene Besucher sind, ist die Namensvielfalt im Deutschen zwar nicht ganz so ausgeprägt wie in manch anderen Sprachen, doch auch bei nur zwei oder drei Bezeichnungen sind solche Probleme nicht unbedingt ausgeschlossen, wie unser Beispiel oben zeigt. Und immer wieder werden längst veraltete Namen aus der Mottenkiste gekramt.

Das ist aber noch lange nicht alles. Neben den veralteten Bezeichnungen kommt es gelegentlich auch zu absurden Neubildungen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Texte übersetzt werden, in denen zu einem Trivialnamen kein wissenschaftlicher Name mit angegeben ist. Da es (bis auf hier bei Wale.info) noch kein Wörterbuch mit allen Trivialnamen für die Ordnung Cetacea gibt, ist es oft nicht leicht, die deutsche Entsprechung für einen englischen Namen zu finden. Und so passiert es dann beispielsweise, dass in Fernsehdokumentationen der Große Tümmler (engl.: bottlenose dolphin) zum Flaschennasendelfin mutiert.

Doch auch ohne den Einfluss von Fremdsprachen fällt es manchem schwer genug, walspezifische Ausdrücke richtig zu verwenden. Es ist zwar egal, ob man beim Wal von Rückenflosse oder Finne spricht, Rückenfinne ist aber falsch. Opfer solcher Sprachfallen sind interessanterweise jedoch nicht nur Laien sondern gelegentlich auch Biologen.

Auf den unten verlinkten Seiten wollen wir konkret auf die eben genannten Probleme eingehen. Die meisten sprachliche Aspekte beziehen sich dabei auf die Trivialnamen der Tiere oder die Benennung von Körperteilen. Diese Probleme sind auf den entsprechenden Seiten der Rubrik Wal- und Delfinarten in den grauen Kästchen zu finden. Andere sprachliche Besonderheiten betreffen unter anderem Titel und Überschriften, Nomenklaturregeln und die Verwendung von wissenschaftlichen Namen, denn auch hier geht es durchaus nicht immer so eindeutig zu, wie es den Anschein hat

Körperteile

Warum Blasloch und nicht Spritzloch?

Fälschlicherweise wird im Deutschen statt Blasloch oft die Bezeichnung Spritzloch verwendet. Das Spritzloch (Spiraculum) bezeichnet jedoch eine Körperöffnung bei Knorpelfischen und hat nicht dieselbe Funktion wie das Blasloch bei den Walen.

Warum Finne und nicht Rückenfinne?

Im Englischen werden Flossen allgemein als fins bezeichnet. So bezieht sich der Name long-finned pilot whale z.B. nicht auf die Finne, sondern auf die Flipper der Grindwalart. Um mögliche Verwechslungen auszuschließen, ist es daher durchaus angebracht, im Englischen dorsal fin zu verwenden. Das nehmen viele zum Anlass, auch im Deutschen Rückenfinne zu schreiben. Da Finne aber schon ausdrückt, dass es sich um die Flosse auf dem Rücken der Wale handelt, ist eine Rückenfinne genau genommen eine Rückenrückenflosse.

Warum Fluke und nicht Schwanzfluke?

Da der Ausdruck Fluke als die Schwanzflosse der Wale eindeutig bezeichnet, sollte die doppelt gemoppelte Version Schwanzfluke vermieden werden. (Man spricht ja auch nicht von weißen Schimmeln.)

Arten

Warum Schweinswal und nicht Tümmler?

In den meisten Quellen ist diese Art im Deutschen zwar nur mit der Bezeichnung Schweinswal angegeben, um Missverständnisse zu vermeiden, verwenden und empfehlen wir jedoch Gewöhnlicher Schweinswal als Vorzugsbenennung, da Schweinswal gleichzeitig die Familie (Phocoenidae) und die Gattung (Phocoena) beschreibt und ggf. sogar als Synonym für die anderen Arten der Familie verwendet wird. Die Bezeichnung Gemeiner Schweinswal tritt relativ selten auf. Saufisch, Seevarken, Schweinfisch, Schweinefisch, Schweinsfisch, Springer, Tummler und Tummelschwein sind veraltete Benennungen.

Die zusätzlichen wissenschaftlichen Namen sind auf unterschiedliche Beschreibungen der Art zurückzuführen, gelten heute aber nicht mehr.

Zu beachten ist, dass harbour porpoise (obwohl naheliegend) nicht mit Hafenschweinswal übersetzt werden darf, weil dieser Name im Deutschen nur synonym für den Kalifornischen Schweinswal und den Weißflankenschweinswal verwendet wird.

Warum nun aber Schweinswal und nicht Tümmler? Zu diesem Thema hat sich der deutsche Biologe Gerhard Schulze in seinem Buch „Die Schweinswale“[1] ausführlich geäußert:

Manche dieser Bezeichnungen lassen Namensverwechslungen entstehen. Schon oft wurde der Schweinswal mit dem Großen Tümmler (Tursiops truncatus), der meist nur als Tümmler bezeichnet wird, verwechselt. Braunfisch werden gelegentlich auch der Heaviside-Delfin (Cephalorhynchus heavisidei), der Rundkopfdelfin (Grampus griseus) und der Schwertwal (Orcinus orca) genannt. Die irreführende Endsilbe „fisch“ ist ganz unangenehm, denn die Bezeichnung Fisch hat einen Bedeutungswandel erfahren und sollte deshalb vermieden werden. Der Name Meerschwein hat sogar schon zu Verwechslungen mit dem Meerschweinchen (Cavia porcellus) geführt. Deshalb sollte der alte und in vielen Sprachen gebräuchliche Name Schweinswal Vorrang genießen. Er leitet sich z.T. von den mittelalterlichen Bezeichnungen Porcus piscus, Porcus marinus und Maris sus ab.


Warum Atlantischer Nordkaper und nicht einfach nur Glattwal?

Je nach Alter der Quelle und Meinung des Wissenschaftlers werden unterschiedliche Namen zu finden sein. Bei einer Unterteilung in drei Arten sollten die Benennungen Atlantischer Nordkaper, Pazifischer Nordkaper und Südkaper oder Nördlicher Atlantischer Glattwal, Nördlicher Pazifischer Glattwal und Südlicher Glattwal verwendet werden. Im Englischen dementsprechend North Atlantic right whale, North Pacific right whale und southern right whale. Werden nur zwei Arten unterschieden, sind die Benennungen Nördlicher und Südlicher Glattwal bzw. Nordkaper und Südkaper zu verwenden, im Englischen northern right whale und southern right whale. Wird Eubalaena nur mit einer Art angegeben, reicht es, als Namen Glattwal zu verwenden. Die Bezeichnungen Nordkapwal und Nordwal treten weitaus seltener auf. Biskayerwal oder englisch Byscayan right whale ist inzwischen veraltet, da diese Population durch den Walfang ausgerottet wurde.

Der Gebrauch der Benennungen Glattwale und right whales birgt einige Tücken, da damit sowohl die gesamte Familie der Glattwale gemeint sein kann, als auch die Gesamtheit der Gattung Eubalaena. Die Ausdrücke Glattwale und righte whales sollten daher nur als Synonyme nach vorheriger konkreter Benennung der Art verwentet werden. In folgenden Kurzmeldungen ist lediglich die allgemeine Bezeichnung zu finden, obwohl hier (bewusst oder unbewusst) drei Arten der Gattung Eubalaena unterschieden werden. So heißt es in den NDR4-Nachrichten vom 28. Juli 2001:

Die Rettungsversuche für einen Glattwal vor der kanadischen Küste haben einen Rückschlag erlitten. Das Tier, in dessen Kiefer sich eine dicke Plastikleine gebohrt hat, schwamm nach Behördenangaben von den Küstengewässern aufs offene Meer hinaus. Die Leine hat eine schwere Infektion ausgelöst, an der der Meeressäuger ohne Hilfe vermutlich sterben wird. Weltweit gibt es nur noch etwa 300 Glattwale.

Ähnliches ist in der Online-Ausgabe der US-Zeitung Daily Hampshire Gazette vom 16. Juli 2001 zu lesen:

After failing in their fifth effort to sedate a right whale entangled in nylon marine line, rescuers say they are still not ready to just give up and let it die. … The whale is one of just 300 right whales left in existence.

In beiden Texten ist vom Atlantischen Nordkaper die Rede, was diesen Meldungen aber nur mit entsprechender Fachkenntnis zu entnehmen ist. Durch die Verwendung der Ausdrücke Glattwale bzw. right whales würde man hier wahrscheinlich eher annehmen, dass es sich bei den 300 Exemplaren um die Gesamtheit der Gattung Eubalaena handelt, wenn nicht gar um die ganze Familie der Glattwale. In beiden Fällen wäre aber eine Individuenzahl von 300 zu gering, diese Zahl bezieht sich einzig auf den Atlantischen Nordkaper.


Warum ist der Hafenschweinswal kein harbour porpoise?

Die im Deutschen und Englischen angegebenen Benennungen sind alle üblich und korrekt. Es ist aber zu beachten, dass Hafenschweinswal nicht mit harbour porpoise übersetzt wird, da diese englische Bezeichnung nur für den Gewöhnlichen Schweinswal (Phocoena phocoena) gilt.


Warum Hubbs-Schnabelwal und nicht Hubb-Schnabelwal?

Da dieser Wal nach Carl Hubbs benannt ist, lautet die richtige deutsche Bezeichnung Hubbs-Schnabelwal, in der Literatur ist die Art jedoch meist unter dem Namen Hubb-Schnabelwal angegeben. Das „s“ wurde hier vermutlich als Genitiv-s angesehen und deshalb fälschlicherweise weggelassen.


Ist porpoise nun ein Schweinswal oder Delfin?

Im Englischen wird „porpoise“ umgangssprachlich oft auch noch synonym zu „dolphin“ verwendet. Daher ist beim Übertragen ins Deutsche immer ein wenig Vorsicht geboten. In einigen Fällen lässt sich die richtige Übersetzung aber deutlich aus dem Kontext erkennen. Der häufig zu findende Ausdruck „jumping porpoises“ wird sich z.B. kaum auf die Schweinswale beziehen, sondern ist meist mit „springende Delfine“ zu übersetzen. Ganz besonders, wenn es sich um große Schulen handelt, die neben einem Boot schwimmen - spektakuläre Sprünge, der Zusammenschluss zu großen Schulen und die Begleitung von Booten sind nicht gerade typisch für die recht scheuen Schweinswale.

Im Deutschen ist anstelle von Schweinswalen teilweise von Tümmlern oder Braunfischen die Rede, was allerdings zu Verwechslungen mit anderen Tieren führen könnte.

Sonstige sprachliche Aspekte



Referenzfehler: <ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden.