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Schwertwal

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Männliche Schwertwale werden mit 12 bis 16 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit 6 bis 10 Jahren. Die Tragzeit liegt nach Beobachtungen vermutlich bei etwa 17 Monaten. Geschlechtsreife Weibchen können alle 3 bis 5 Jahre ein Kalb zur Welt bringen. Die Geburtslänge beträgt etwa 2,1 Meter.
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Männliche Schwertwale werden mit 12 bis 16 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit 6 bis 10 Jahren. Die Tragzeit liegt nach Beobachtungen vermutlich bei etwa 17 Monaten. Geschlechtsreife Weibchen können alle 3 bis 5 Jahre ein Kalb zur Welt bringen. Die Geburtslänge beträgt etwa 2 Meter bei einem Gewicht von 160 Kilogramm.
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Das durchschnittliche Alter liegt bei 50 bis 60 Jahren und kann maximal 60 Jahre bei Männchen und 90 Jahre bei Weibchen betragen.
  
 
Schwertwale leben meist in engen Familien, auch Schulen oder Pods genannt, von bis zu 30 Tieren zusammen. Die Familienbande sind eng und hält gewöhnlich für immer. Die Schulen schließen sich manchmal zu Großgruppen von bis zu 150 Tieren zusammen. Es wurden aber auch schon Gruppen von 2.500 Tieren gesichtet.
 
Schwertwale leben meist in engen Familien, auch Schulen oder Pods genannt, von bis zu 30 Tieren zusammen. Die Familienbande sind eng und hält gewöhnlich für immer. Die Schulen schließen sich manchmal zu Großgruppen von bis zu 150 Tieren zusammen. Es wurden aber auch schon Gruppen von 2.500 Tieren gesichtet.
  
Sie sind mit bis zu 55 km/h schnelle Schwimmer.
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Sie sind mit bis zu 55 km/h schnelle Schwimmer. Ziehen Schulen bewegen sich meist mit 14 bis 19 km/h vorwärts.
  
 
Man vermutet, dass es zwei genetisch verschieden Formen von Schwertwalen: ortstreue „residents“, die sich in einem bestimmter Küstenzone aufhalten und nicht ansässige „transients“, die in einem größeren Gebiet unterwegs sind. Die Residents ernähren sich dabei vorwiegend von Fischen, während sich die Transients auf andere Meeressäuger spezialisiert haben.
 
Man vermutet, dass es zwei genetisch verschieden Formen von Schwertwalen: ortstreue „residents“, die sich in einem bestimmter Küstenzone aufhalten und nicht ansässige „transients“, die in einem größeren Gebiet unterwegs sind. Die Residents ernähren sich dabei vorwiegend von Fischen, während sich die Transients auf andere Meeressäuger spezialisiert haben.

Version vom 6. November 2007, 23:55 Uhr

Systematik: WaleZahnwaleDelfineSchwertwal

Schwertwal
Schwertwal (Orcinus orca)
Daten
Größe: 5,5–9,8 Meter
Gewicht: 2,6–9 Tonnen
Nahrung: Fische, Kopffüßer, Wale, Robben, Seekühe, Meeresvögel
Vorkommen: weltweit
Bestand: nicht gefährdet

Der Schwertwal (Orcinus orca), auch als Orca bekannt, ist der größte Vertreter der Familie Delphinidae und kommt in allen marinen Gewässern vor.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Ein großer Teil des Körpers ist schwarz. Ein weißer Bereich erstreckt sich vom Unterkiefer über den Bauch, wobei sich in der zweiten Körperhälfte ein Streifen in die Flanken hineinzieht. Ein weiterer weißer Fleck befindet sich hinter dem Auge. Die Unterseite der Fluke ist ebenfalls weiß. Hinter der Finne liegt ein gräulicher Fleck, der Sattelfleck genannt wird und individuell verschieden ist. Damit wird dieses Merkmal oft zur Fotoidentifikation herangezogen.

Die Flipper des Schwertwals sind paddelförmig und können bei Männchen bis zu zwei, bei Weibchen einen Meter lang werden. Die Finne ist vor allem bei männlichen Tieren ausgesprochen hoch und kann eine Höhe von bis zu 1,67 Meter erreichen. Auf sie geht die Bezeichnung Schwertwal zurück. Schwertwale haben eine leicht gebogene, deutlich gekerbte Fluke, die an den Enden spitz ausläuft. Männliche Tiere werden mit etwa 9 Metern deutlich größer als Weibchen (7 bis 8 Meter).

Der Kopf ist abgeflacht und hat eine kurze, leicht abgesetzte Schnauze mit 40 bis 56 großen konischen Zähnen. Im Gegensatz zu anderen Zahnwalen ist der Kopf des Schwertwals (fast) symmetrisch. Schwertwale haben eine kräftige Kaumuskulatur.

Vorkommen

Der Schwertwal bewohnt alle marinen Gewässer. Häufig kommen sie im Nordost- und Nordwest-Pazifik, Nordost-Atlantik und innerhalb 800 Kilometer um die beiden Polkappen vor.

Verhalten

Männliche Schwertwale werden mit 12 bis 16 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit 6 bis 10 Jahren. Die Tragzeit liegt nach Beobachtungen vermutlich bei etwa 17 Monaten. Geschlechtsreife Weibchen können alle 3 bis 5 Jahre ein Kalb zur Welt bringen. Die Geburtslänge beträgt etwa 2 Meter bei einem Gewicht von 160 Kilogramm.

Das durchschnittliche Alter liegt bei 50 bis 60 Jahren und kann maximal 60 Jahre bei Männchen und 90 Jahre bei Weibchen betragen.

Schwertwale leben meist in engen Familien, auch Schulen oder Pods genannt, von bis zu 30 Tieren zusammen. Die Familienbande sind eng und hält gewöhnlich für immer. Die Schulen schließen sich manchmal zu Großgruppen von bis zu 150 Tieren zusammen. Es wurden aber auch schon Gruppen von 2.500 Tieren gesichtet.

Sie sind mit bis zu 55 km/h schnelle Schwimmer. Ziehen Schulen bewegen sich meist mit 14 bis 19 km/h vorwärts.

Man vermutet, dass es zwei genetisch verschieden Formen von Schwertwalen: ortstreue „residents“, die sich in einem bestimmter Küstenzone aufhalten und nicht ansässige „transients“, die in einem größeren Gebiet unterwegs sind. Die Residents ernähren sich dabei vorwiegend von Fischen, während sich die Transients auf andere Meeressäuger spezialisiert haben.

Benennung

  • Deutsch: Schwertwal, Orca, Großer Schwertwal, Mörderwal, Killerwal, Braunfisch
  • Wissenschaftlich: Orcinus orca, O. nanus, O. glacialis
  • Englisch: killer whale, orca, great killer whale, grampus

Der Name Schwertwal bezieht sich auf die sehr große und schwertförmige Finne bei männlichen Tieren. Neben Schwertwal werden auch recht häufig die Bezeichnungen Orca, Mörderwal und Killerwal verwendet. Die Namen Mörderwal bzw. Killerwal wurden den Tieren von Walfängern gegeben und deuten auf die oft brutal anmutenden Jagdmethoden der Schwertwale hin, die gelegentlich sogar Blauwale angreifen. Wegen des negativen Beiklangs werden diese beiden Namen aber immer seltener gebraucht. Die Bezeichnung Braunfisch sollte auf jeden Fall vermieden werden (siehe Gewöhnlicher Schweinswal).

Mit den wissenschaftlichen Namen O. nanus und O. glacialis wurden Populationen in der Antarktis beschrieben. Da diese Arten aber nicht anerkannt sind, sollte nur die wissenschaftliche Bezeichnung O. orca verwendet werden.