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Grönlandwal

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Version vom 26. Oktober 2007, 19:09 Uhr

Systematik: WaleBartenwaleGlattwaleGrönlandwal

Grönlandwal
Grönlandwal (Balaena mysticetus)
Daten
Größe: 14 – 18 Meter
Gewicht: 60 – 100 Tonnen
Nahrung: kleinste Schwebkrebse
Vorkommen: arktische und subarktische Gewässer
Bestand: gefährdet

Der Grönlandwal (Balaena mysticetus) ist vor allem an seinem cremefarbenen bis weißen Kehlfleck zu erkennen, auf dem sich eine Kette dunkler Punkte befindet. Einige Tiere besitzen auch hellere Regionen am Schwanzstiel. Die Flipper sind verhältnismäßig klein und paddelförmig. Durch seine Größe sowie das Fehlen von Finne und Hautwucherungen ist der Grönlandwal leicht zu identifizieren.

Grönlandwale leben ausschließlich in den kalten Gewässern der Arktis, vorwiegend an den Packeisgrenzen. Bekannte Aufenthaltsgebiete sind die Davis-Straße nördlich und westlich von Labrador, die Hudson Bay westlich von Alaska, sowie nordsibirische Gewässer.

Auch heute noch dürfen pro Jahr von den in Alaska und im Nordosten Sibiriens beheimateten Eskimos einige Grönlandwale aus traditionellen Gründen gejagt werden. Diese Art Walfang nennt man auch traditioneller Walfang zum Eigenbedarf, besser bekannt unter der englischen Bezeichnung aboriginal subsistence whaling.

Anhand alter Harpunenspitzen im Körper erlegter Wale konnte man feststellen, dass Grönlandwale weit älter als 100 Jahre werden können. Mittels molekularbiologischer Untersuchungen wurde das Alter eines Tieres sogar auf 211 Jahre bestimmt.

Im Deutschen ist Grönlandwal die gebräuchlichste Bezeichnung. Polarwal ist heute weniger üblich. Im Englischen sind die Benennungen bowhead whale und Greenland right whale zu bevorzugen. Bowhead bezieht sich dabei auf den stark gewölbten Schädel.