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Glattwale

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Zur Familie der Glattwale (Balaenidae) gehören die Gattung ''Balaena'' mit einer Art, dem [[Grönlandwal]] ''(Balaena mysticetus)'', und die Gattung ''Eubalaena'' mit drei Arten, dem [[Atlantischer Nordkaper|Atlantischen Nordkaper]] ''(Eubalaena glacialis)'', dem [[Pazifischer Nordkaper|Pazifischen Nordkaper]] ''(Eubalaena japonica)'' und dem [[Südkaper]] ''(Eubalaena australis)''.
 
Zur Familie der Glattwale (Balaenidae) gehören die Gattung ''Balaena'' mit einer Art, dem [[Grönlandwal]] ''(Balaena mysticetus)'', und die Gattung ''Eubalaena'' mit drei Arten, dem [[Atlantischer Nordkaper|Atlantischen Nordkaper]] ''(Eubalaena glacialis)'', dem [[Pazifischer Nordkaper|Pazifischen Nordkaper]] ''(Eubalaena japonica)'' und dem [[Südkaper]] ''(Eubalaena australis)''.
  
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=== Merkmale der Glattwale ===
 
=== Merkmale der Glattwale ===
[[Bild:Glattwal.png|right]]
 
# großer Kopf
 
# stark gewölbtes Rostrum
 
# keine Finne
 
# breite, eingekerbte Fluke
 
# keine Furchen
 
  
{{Clear}}Bei der Art der Nahrungsaufnahme unterscheiden sich die Glattwale von [[Furchenwale]]n und [[Grauwale]]n. Glattwale filtern ihre Nahrung kontinuierlich. Das Wasser strömt im vorderen Bereich des Mauls ein und an der Seite wieder heraus. Da die [[Barten]] an den Seiten länger sind als im vorderen Bereich des Mauls, kann das [[Plankton]] mit dem Wasser in den Mundraum gelangen, bleibt aber beim Herausströmen des Wassers in den Barten hängen. Hat sich genügend Nahrung angesammelt, wird sie mit der Zunge in den Rachen geschoben. Dabei tauchen die Glattwale ab. Diese Art der Nahrungsaufnahme wird auch als Schöpfmethode bezeichnet.
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[[Bild:Glattwal.png|center]]
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Bei der Art der Nahrungsaufnahme unterscheiden sich die Glattwale von [[Furchenwale]]n und [[Grauwale]]n. Glattwale filtern ihre Nahrung kontinuierlich. Das Wasser strömt im vorderen Bereich des Mauls ein und an der Seite wieder heraus. Da die [[Barten]] an den Seiten länger sind als im vorderen Bereich des Mauls, kann das [[Plankton]] mit dem Wasser in den Mundraum gelangen, bleibt aber beim Herausströmen des Wassers in den Barten hängen. Hat sich genügend Nahrung angesammelt, wird sie mit der Zunge in den Rachen geschoben. Dabei tauchen die Glattwale ab. Diese Art der Nahrungsaufnahme wird auch als Schöpfmethode bezeichnet.
  
 
:Die deutsche Bezeichnung Glattwal weist auf das Fehlen von Furchen hin – der Körper erscheint völlig glatt. Die Vorsilbe ''balaen-'' im wissenschaftlichen Namen bedeutet schlichtweg Wal.
 
:Die deutsche Bezeichnung Glattwal weist auf das Fehlen von Furchen hin – der Körper erscheint völlig glatt. Die Vorsilbe ''balaen-'' im wissenschaftlichen Namen bedeutet schlichtweg Wal.
  
 
:Der englische Ausdruck für diese Familie, ''right whale'', geht auf die Anfänge des [[Walfang]]s zurück. Aufgrund der Tatsache, dass Glattwale besonders langsame Schwimmer sind, sich vorwiegend in Küstennähe aufhalten und erlegte Glattwale im Gegensatz zu den Furchenwalen an der Oberfläche treiben, waren sie gerade für die frühen Walfänger in ihren recht langsamen Booten die richtigen Wale zum Jagen. Begehrt waren sie nicht nur wegen ihrer sehr langen, feinen Barten, sondern vor allem auch wegen des Öls, das aus dem [[Blubber]] gewonnen wurde und als Lampenöl, zum Kochen und in der Industrie Verwendung fand. Die Jagd wurde so intensiv betrieben, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Glattwalbestände nahezu ausgerottet waren.
 
:Der englische Ausdruck für diese Familie, ''right whale'', geht auf die Anfänge des [[Walfang]]s zurück. Aufgrund der Tatsache, dass Glattwale besonders langsame Schwimmer sind, sich vorwiegend in Küstennähe aufhalten und erlegte Glattwale im Gegensatz zu den Furchenwalen an der Oberfläche treiben, waren sie gerade für die frühen Walfänger in ihren recht langsamen Booten die richtigen Wale zum Jagen. Begehrt waren sie nicht nur wegen ihrer sehr langen, feinen Barten, sondern vor allem auch wegen des Öls, das aus dem [[Blubber]] gewonnen wurde und als Lampenöl, zum Kochen und in der Industrie Verwendung fand. Die Jagd wurde so intensiv betrieben, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Glattwalbestände nahezu ausgerottet waren.
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* [[Grönlandwal]] ''(Balaena mysticetus)''
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* [[Atlantischer Nordkaper]] ''(Eubalaena glacialis)''
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* [[Pazifischer Nordkaper]] ''(Eubalaena japonica)''
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* [[Südkaper]] ''(Eubalaena australis)''
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__NOTOC__

Aktuelle Version vom 12. November 2007, 11:58 Uhr

Systematik: WaleBartenwaleGlattwale

Zur Familie der Glattwale (Balaenidae) gehören die Gattung Balaena mit einer Art, dem Grönlandwal (Balaena mysticetus), und die Gattung Eubalaena mit drei Arten, dem Atlantischen Nordkaper (Eubalaena glacialis), dem Pazifischen Nordkaper (Eubalaena japonica) und dem Südkaper (Eubalaena australis).

Die gemeinsamen äußeren Merkmale der Glattwale sind in folgender Abbildung dargestellt.

Merkmale der Glattwale

Glattwal.png

Bei der Art der Nahrungsaufnahme unterscheiden sich die Glattwale von Furchenwalen und Grauwalen. Glattwale filtern ihre Nahrung kontinuierlich. Das Wasser strömt im vorderen Bereich des Mauls ein und an der Seite wieder heraus. Da die Barten an den Seiten länger sind als im vorderen Bereich des Mauls, kann das Plankton mit dem Wasser in den Mundraum gelangen, bleibt aber beim Herausströmen des Wassers in den Barten hängen. Hat sich genügend Nahrung angesammelt, wird sie mit der Zunge in den Rachen geschoben. Dabei tauchen die Glattwale ab. Diese Art der Nahrungsaufnahme wird auch als Schöpfmethode bezeichnet.

Die deutsche Bezeichnung Glattwal weist auf das Fehlen von Furchen hin – der Körper erscheint völlig glatt. Die Vorsilbe balaen- im wissenschaftlichen Namen bedeutet schlichtweg Wal.
Der englische Ausdruck für diese Familie, right whale, geht auf die Anfänge des Walfangs zurück. Aufgrund der Tatsache, dass Glattwale besonders langsame Schwimmer sind, sich vorwiegend in Küstennähe aufhalten und erlegte Glattwale im Gegensatz zu den Furchenwalen an der Oberfläche treiben, waren sie gerade für die frühen Walfänger in ihren recht langsamen Booten die richtigen Wale zum Jagen. Begehrt waren sie nicht nur wegen ihrer sehr langen, feinen Barten, sondern vor allem auch wegen des Öls, das aus dem Blubber gewonnen wurde und als Lampenöl, zum Kochen und in der Industrie Verwendung fand. Die Jagd wurde so intensiv betrieben, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Glattwalbestände nahezu ausgerottet waren.

Arten