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Echolokation

Aus Wale.info

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Der Schädel der Zahnwale ist von oben gesehen asymetrisch geformt. Dies hängt vermutlich zusammen mit der Echolokation, auch Echoortung oder Sonarsystem genannt, mit deren Hilfe die Wale Nahrung oder Hindernisse lokalisieren. Bei der Echolokation werden in den Luftwegen (vermutlich unter dem Blasloch) Töne, sogenannte Klicklaute, erzeugt, die in der Melone gebündelt und mithilfe der wannenförmigen Schädelform in eine bestimmte Richtung geleitet werden. Stoßen die Schallwellen auf ein Hindernis, werden sie reflektiert und gelangen über den Unterkiefer zur Bulla tympani (Wand des Mittelohrs), die daraufhin zu schwingen beginnt. Der Wal kann auf diese Weise Größe, Form und Entfernung eines Objektes einschätzen.
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Die '''Echolokation''', auch Echoortung oder Echoorientierung genannt, ist ein Mittel zur Orientierung mithilfe von hochfrequenten Schallwellen.
  
[[Bild:Echolokation.png]]
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Bei der Echolokation werden die Echos zuvor ausgesandter Ultraschalltöne mit Frequenzen von bis zu 220 kHz ausgewertet. [[Zahnwale]] (aber auch Fledermäuse) nutzen die Echolokation, um Nahrung und Hindernisse zu lokalisieren.
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Zahnwale erzeugen in den Luftwegen (wahrscheinlich unter dem [[Blasloch]]) kurze Ultraschalltöne, sogenannte Klicklaute. Diese werden in der [[Melone]] gebündelt und über die wannenförmige Schädelform des Wals in eine bestimmte Richtung geleitet. Treffen die Schallwellen auf ein Hindernis, werden sie reflektiert. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden vermutlich über den Unterkiefer aufgenommen und zur Bulla tympani (Wand des Mittelohrs) geleitet, die daraufhin zu schwingen beginnt. Der Wal kann auf diese Weise Größe, Form und Entfernung eines Objektes einschätzen.
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Neben den hochfrequenten Tönen, senden Wale auch tieffrequente Pfeiftöne aus, die zur Verständigung zwischen Artgenossen dienen.

Aktuelle Version vom 31. Oktober 2007, 00:01 Uhr

Die Echolokation, auch Echoortung oder Echoorientierung genannt, ist ein Mittel zur Orientierung mithilfe von hochfrequenten Schallwellen.

Bei der Echolokation werden die Echos zuvor ausgesandter Ultraschalltöne mit Frequenzen von bis zu 220 kHz ausgewertet. Zahnwale (aber auch Fledermäuse) nutzen die Echolokation, um Nahrung und Hindernisse zu lokalisieren.

Zahnwale erzeugen in den Luftwegen (wahrscheinlich unter dem Blasloch) kurze Ultraschalltöne, sogenannte Klicklaute. Diese werden in der Melone gebündelt und über die wannenförmige Schädelform des Wals in eine bestimmte Richtung geleitet. Treffen die Schallwellen auf ein Hindernis, werden sie reflektiert. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden vermutlich über den Unterkiefer aufgenommen und zur Bulla tympani (Wand des Mittelohrs) geleitet, die daraufhin zu schwingen beginnt. Der Wal kann auf diese Weise Größe, Form und Entfernung eines Objektes einschätzen.

Echolokation.png

Neben den hochfrequenten Tönen, senden Wale auch tieffrequente Pfeiftöne aus, die zur Verständigung zwischen Artgenossen dienen.